X-Wind Technologie der aap Häufig gestellte Fragen 

Die X-Windtechnologie ist die erste erneuerbare Energiequelle, die wettbewerbsfähig mit fossilen Brennstoffen ist und darüber hinaus auch eine deutlich höhere Grundlastfähigkeit hat. Diese Technik wurde zunächst erfolgreich von der NTS GmbH entwickelt. Leider musste die NTS GmbH im Dezember 2014 insolvenz anmelden, da sich keine weiteren Investoren/innen finden ließen. Die aap Gmbh bemüht sich um einen Neustart zur Entwicklung der X-Wind Technologie.


Die Basisidee der X-Wind Technologie ist relativ einfach: Der Energiegehalt des Windes nimmt mit der dritten Potenz zu. Oder einfacher gesagt, wenn die Windgeschwindigkeit sich verdoppelt, haben wir acht Mal soviel Energie. Einfaches Beispiel: Auf dem freien Land ist die am häufigsten vorkommende Durchschnittsgeschwindigkeit in 110 m Höhe ca. 5,5 m/Sek. In 300 m Höhe ist Durchschnittsgeschwindigkeit schon ca.7,5 m/Sek. und in 500 m Höhe bereits bei ca. 8,1 m/Sek.

Windgeschwindigkeit und Höhe in der Stadt, am Stadtrand und auf dem freien Land

Die X-Windtechnologie nutzt diese Erkenntnis durch die Kombination einfacher und erprobter Technik zur Energiegewinnung in den Höhen von 200 bis 500 m (bei Starkwind auch mal darunter), um dieses Potenzial zu bergen. Elektroloks in Kombination mit modernen Schiffsantrieben ergeben die X-Windantriebe zur Höhenwindenergienutzung.

Windgeschwindigkeit und Höhe für X-Wind Anlagen

Technologien von X-Wind Anlagen

Zusammen mit einer im Oval oder Kreis verlegten Standardschiene entsteht die weltweit (für ca. 80% des Weltmarktes) patentierte in der Landschaft nahezu unsichtbare X-Windtechnologie.

X-Wind Anlagen in der Landschaft

Abbildung 1 Blick in die Landschaft mit einer X-Windanlage für ca. 25.000 Menschen, die in 4-Personenhaushalten leben.

Stromproduktion von X-Wind Anlagen

Abbildung 2 Schematische Funktionsweise der X-Wind Technologie

X-Wind Energie ins Stromnetz

Bei aap X-Wind-Anlagen ziehen automatisch gesteuerte Kites jeweils eine Elektrolok (Powerunit genannt) an, welche auf einem geschlossenen Schienensystem fährt. 

Dabei wird die von den einzelnen Kites erzeugte nutzbare Windleistung auf die Generatoren übertragen. Die dadurch erzeugte Energie wird über Stromschienen wie z.B. bei der S-Bahn in das Netz eingeleitet. 
Aufgrund eines geschlossenen Schienensystems können skalierbar 4 bis 24 Fahrzeuge auf dieselbe Infrastruktur zugreifen.

Stromproduktion von X-Wind Anlagen von Oben

Der Wind weht die meiste Zeit des Jahres aus einer Richtung. Die X-Windtechnik nutzt dabei das gleiche Prinzip, das auch Segelschiffe nutzen. 
X-Windwerk© werden um 90˚ gedreht zu dieser Hauptwindrichtung installiert und können so nahezu kontinuierlich Strom erzeugen. 

In den Fällen, in denen der Wind aus anderen Richtungen weht, wird etwas weniger Energie erzeugt, aber die Drachen bleiben dennoch in der Luft und werden in der optimalen Position, wie beim Segeln während der Wende oder Halse, gesegelt.

 

 

Nein, die Kites können weiterhin bei Windstille in der Höhe gehalten werden. Aus Windstudien ist bekannt, dass die Einschaltgeschwindigkeit der X-Wind-Anlagen von 2-3 m/Sek. an vielen Messstationen zu ca. 90% der Zeit vorhanden ist. Dies bedeutet aber im Umkehrschluss, dass bis zu 10% der Zeit die Windgeschwindigkeit geringer ist. Sofern diese windstillen Zeiten nur vorübergehend Bestand haben, wird das gesamte System von Energieerzeugung auf Energieverbrauch gestellt. Die Generatoren arbeiten in diesem Fall als Motoren und ziehen die Kites dann in Leerlaufstellung, um sie in der Luft zu halten. Der Energieaufwand dafür, ist für die wenigen Minuten bis max. einige Stunden, an denen so schwache Windverhältnisse vorherrschen, eher gering. Die Bodenfahrzeuge werden dann mit mindestens 2-3 m/Sek. (ca. 7-11 Km/h) bewegt und halten die Kites dadurch am Himmel. Um es bildlich dar zu stellen: Dies ist genauso wie der kleine Junge, der mit seinem Drachen rennt, damit dieser in die Höhe steigt. Doch statt des kleinen Jungen „rennen“ die Bodenfahrzeuge und halten dadurch die Kites in der Höhe. Ist ausnahmsweise eine längere Windstille zu erwarten, wird das gesamte System herunter gefahren und es werden alle Fahrzeuge in das Lager verbracht. In diesen Zeiten können dann idealerweise Service- und Wartungsarbeiten geleistet werden.

 

 

 

 

 

 

Neben dem eigentlichen Schienensystem gibt es eine parallele Start- und Landestrecke. Hier werden die Luftfahrzeuge nach demselben Prinzip gestartet wie Sie es selber machen, wenn Sie einen Drachen steigen lassen: Die Bodenfahrzeuge werden auf 2-3 m/Sek. (ca. 7-11 Km/h) beschleunigt und ziehen an den Kites, die dadurch in die Höhe steigen. Sie kennen dies vom Drachen steigen lassen: Wenn der Wind nicht stark genug ist, rennen Sie die ersten Meter, bis Ihr Drachen so viel an Höhe gewonnen hat, dass er von alleine weiter steigen kann.

Stürme können in Deutschland einige Stunden bis Tage vor ihrem Eintreffen vorhergesagt und die Kites entsprechend rechtzeitig eingelagert werden. Anders verhält sich dies bei plötzlich auftretenden Starkwindböen. Um diese aufzufangen, werden die Steuerungswinschen mit Rutschkupplungen ausgestattet, wie sie auch beim Hochseeangeln verwendet werden. Bei einem plötzlichen, starken Zug am Kite lässt die Rutschkupplung unmittelbar die Seile etwas los, dadurch kann die Kraft der Bö ähnlich wie bei einem dicken Fisch an der Angel aufgefangen werden. Hält der starke Wind darüber hinaus an, wird der Kite wie ein Segelschiff in die Leerlaufstellung gelenkt (Segel in den Wind stellen).

Mit zunehmender Höhe nimmt nicht nur die Windgeschwindigkeit, sondern auch die Stabilität des Windes zu.

X-Wind Anlagen und Höhenwind 

Aus Studien wissen wir, dass die Einschaltgeschwindigkeit der aap-X-Windanlagen von 2 – 3 m/Sek. (ca. 7 – 10 km/h) an vielen Standorten zu ca. 90% der Zeit gegeben ist. Das bedeutet, dass die Kites an rund 330 Tagen im Jahr in der Luft sein können. Die Energieerzeugung mit X-Wind-Anlagen ist daher um ein Vielfaches kontinuierlicher und vorhersagbarer als bei herkömmlichen Windkraftanlagen. Und - es wird grundlastähnlich wie bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern geliefert, nur eben CO2 – frei!

Die aap hat sich über den Vorgänger NTS mit dem Genehmigungsprozedere in Deutschland bewusst ein Land mit einem der höchsten Sicherheitsstandards und Genehmigungsanforderungen für den Betrieb von Luftfahrzeugen ausgesucht. Als erster Schritt wurde von der Kanzlei Kleiner / Düsseldorf, eine der Kanzleien mit großer Erfahrung in diesem Bereich, ein luftfahrtrechtliches Gutachten erstellt und die generelle Genehmigungsfähigkeit geprüft. In Absprachen mit den zuständigen Behörden und Institutionen, namentlich dem Bundesverkehrsministerium, dem Bundesluftfahrtamt, der Deutschen Flugsicherung sowie mehreren regionalen Luftfahrtämtern wurden erste Anforderungskriterien für eine Genehmigung erarbeitet. Für den Betrieb der X-Wind-Anlagen ist die Einrichtung eines Flugbeschränkungsgebietes erforderlich. Markierungs- und Kennzeichnungspflichten für die Seile und die Kites erscheinen logisch. Eine Genehmigung für den Betrieb ist von dem jeweiligen Betriebsstandort abhängig und für jeden Einzelfall individuell zu prüfen. 
Der zivile Flugverkehr wird durch die Betriebshöhe von bis zu 500 Metern nicht beeinträchtigt. Selbstverständlich sind hier aber die gesetzlichen Abstände zu Flughäfen, sowie den An- und Abflugschneisen zu beachten. Die Einrichtung eines Flugbeschränkungsgebietes geschieht zum Absichern des privaten Flugverkehrs. Des Weiteren sind die Mindestsichtabstände (z.B. bei Helikoptern 800 m) zu gewährleisten. Anfragen bezüglich der Genehmigung durch die Bundeswehr wurden gestellt, werden aber erst nach Bauantragstellung beantwortet. Für eine Anlage liegt aber eine Genehmigung bereits vor. Es ist davon auszugehen, dass ähnlich dem zivilen Luftverkehr, entsprechende Flugbeschränkungsgebiete zulassungsfähig sind. Radarbeeinträchtigungen werden aufgrund der eingesetzten Werkstoffe (Seil und Segel sind aus Kunststoff) nicht erwartet (Gutachten des Herstellers vorhanden). 
Die Mindestflughöhe für den privaten Motorflieger ist ohnehin 600m. Da bleiben wir drunter. Bleiben noch die Segelflieger, Rettungshubschrauber und andere Luftraumbenutzer (Heißluftballone, Paraglider etc.), die müssen Luftfahrthindernissen (z.B. Berliner Fernsehturm oder Windkraftanlagen) ausweichen. Diese werden aber in die Luftfahrtkarten eingezeichnet.

Ein großer Vorteil der X-Wind-Anlagen liegt darin, dass sie in der Nähe zu den Verbrauchern aufgestellt werden können. So befinden sich die großen energieverbrauchenden Industrien z.B. in Deutschland im Süden des Landes und damit weitab von der Küste. X-Wind-Anlagen können in unmittelbarer Nähe dieser Standorte CO2-freie Energie erzeugen, da auch hier in 500 m stabilere Windverhältnisse herrschen als am Boden. Dadurch werden die Transportverluste und hohen Investitionskosten einer Offshore-Anlage vermieden. Auch die Wartungs- und Betriebskosten liegen im Onshore-Bereich um ein Vielfaches unter den entsprechenden Aufwendungen, die auf offener See zu leisten wären.

Für einen größeren Automobilhersteller wurde eine X-Wind-Anlage simuliert, die 120 GWh/Jahr erzeugt. Dadurch können allein in diesem Werk min. 47.000 to CO2 jedes Jahr eingespart werden. Eine solche Anlage würde möglichst in Werksnähe mit aktuell verfügbaren Materialien 24 Boden- und Luftfahrzeuge benötigen. Es wird zurzeit von einem Sicherheitsabstand von 200 bis 400 m zwischen den einzelnen Fahrzeugen ausgegangen. Dadurch ergibt sich eine Gesamtschienenlänge von 4.800 bis 9.600 Metern. Eine solche Anlage wäre also bis zu 4.000 m lang und 800 m breit. Zum Vergleich: um 120 GWh/Jahr Strom mit einer konventionellen Windkraftanlage zu erzeugen, benötigt man am Standort rund 60 moderne 1 MW Anlagen (jede Anlage produziert ca. 2 GWh/ Jahr). Da auch diese Anlagen Mindestabstände untereinander einhalten müssen, ist deren Platzbedarf fast identisch mit dem Platzbedarf einer entsprechenden aap-Anlage. 
aap geht zurzeit davon aus, dass das Areal weiterhin für den landwirtschaftlichen Betrieb genutzt werden kann. Der Verbrauch an relativer Nutzfläche ist dementsprechend auf die Fundamente beschränkt und damit äußerst gering. 
Auf einem Quadratkilometer erzeugen X-Windwerke mehr als 2500 GWh pro Jahr und liegen damit flächenbedarfsbezogen auf dem günstigsten Wert im Vergleich zu anderen regenerativen Energiequellen. Unter Flächenverbrauch verstehen wir die Betonfundamente zur Verankerung unserer Stützen (6 m Höhe), damit die Flächen auch noch weiterhin landwirtschaftlich nutzbar bleiben, sowie eine um das X-Windwerk© herum verlaufende Straße mit 5 m Breite zur Wartung der Schienen. Bei der Verlegung der Schienen ohne Stützen erhöht sich dieser Flächenverbrauch ebenfalls nicht, da die geschotterte Gleisstrecke keine Versiegelung für den Boden darstellt. Diese Bauweise wird auch von aap grundsätzlich empfohlen, da sie weniger Ressourccen benötigt.
Nur 0,06 % der Fläche Deutschlands würde genügen, um den gesamten Strombedarf mit der X-Windtechnologie zu decken.

Der durchschnittliche Gesamtenergieverbrauch in Deutschland beträgt laut Google Public Data (basierend auf Zahlen der Weltbank, aktualisiert 30. März 2012) ca. 7.200 kWh/Jahr und Kopf der Bevölkerung. Der reine Stromverbrauch liegt lt. Wikipedia: (http://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf_an_elektrischer_Energie#Stromverbrauch_in_Privathaushalten)

Pro Kopf Stromverbrauch

 

Energiegewinnung von NTS X-Wind Anlagen

Ein aap X-Windwerk© das pro Jahr 120 GWh erzeugt, kann dementsprechend ca.24.000 Haushalte mit 4 Personen, ca. 28.000 mit 3 Personen bzw. rund 36.000 Haushalte mit 2 Personen versorgen. Die Kosten einer solchen Anlage liegen bei rund 30 Millionen Euro (entspricht ca. 65 Mio. EUR Investitionskosten bei herkömmlichen Windkraftwerken). Anders ausgedrückt: mit ca. 30.000 aap-Anlagen (zum Vergleich: es gibt z.Z. ca. 21.000 herkömmliche Windkraftanlagen) dieser Größenordnung könnten bei geeigneter Speichertechnik sämtliche Haushalte Deutschlands incl. dem Anteil für die Industrie und Landwirtschaft bis zu 70% des Jahres versorgt werden.

 

Die Effizienz der X-Wind-Anlagen ist um ein Vielfaches höher als bei herkömmlichen Onshore-Windkraftanlagen, da zum einen in der Betriebshöhe von 200 bis 500 m deutlich stärkere und kontinuierlichere Winde herrschen. Zum anderen liegt die Einschaltgeschwindigkeit mit 2-3 m/Sek. bei X-Wind-Anlagen deutlich niedriger als bei herkömmlichen Windkraftanlagen (5-7 m/Sek. oder ca. 18 Km/h).

Häufigkeit von starkem Wind

Darüber hinaus können sich X-Windanlagen „ducken“. Konventionelle Windkraftanlagen müssen ab einer bestimmten Geschwindigkeit abgeschaltet werden. X-Wind-Anlagen natürlich auch, aber aufgrund der Höhenvariabilität können die Energiedrachen auch in niedrigerer Höhe geflogen werden, falls der Wind in größeren Höhen schon zu stark ist. Außerdem können sie wie beim Kitesurfen auch in der Tragfläche verändert werden.


Generell können die Kites bis zu jeweils 50° am Wind Vortrieb erzeugen. Auf einem Kreis mit 360° stehen also 260° mit Vortrieb, sprich Energiegewinnung, zur Verfügung. Auf den restlichen 100° sind die Fahrzeuge einem Wind ausgesetzt, mit dem sie keinen Vortrieb erzeugen können, bzw. kreuzen müssen. 
Das Verhältnis zwischen Vortriebserzeugung und Gegenwindstrecke beträgt also ca. 2,6 : 1. Da in den meisten Gebieten der Erde vorherrschende Windrichtungen existieren (ansonsten müssten Flughäfen ja auch kreisförmig gebaut werden, da Flugzeuge grundsätzlich gegen den Wind starten und landen müssen), kann dieses Verhältnis enorm gesteigert werden, wenn statt eines Kreises eine Ellipse bzw. ein langgestrecktes O oder eine Dreiecksform eingesetzt wird. 
Die Bahn wird quer zur Hauptwindrichtung ausgelegt, so dass sich nur noch eine Kurve der Gesamtbahn in der (Haupt-)Gegenwindrichtung befindet. Je länger und je schmaler die Bahn ist, desto besser ist das Verhältnis zwischen der „Vortriebsstrecke“ und der Gegenwindstrecke. In der Regel ist es deshalb die elliptische Bahnform, die den höchsten Ertrag aufweist.

Windfenster von Kites bei NTS

Genau hier setzt einer der Patentansprüche der X-Wind Technologie an: Wenn die Luftfahrzeuge in einen Bereich kommen, in dem sie keinen Vortrieb erzeugen können, dann werden sie so gesteuert, dass ihr Widerstand zum Wind möglichst gering ist. Dies kann erreicht werden, indem die Kites z.B. in eine niedrigere Höhe verbracht werden, in der die (Gegen-) Windgeschwindigkeit deutlich geringer ist. Dies wird aber auch dadurch erreicht, dass der Kite „widerstandslos“ gestellt wird. Auf der „12 Uhr Position“, also wenn sich ein Kite genau über Ihnen befindet, dann ist seine Angriffsfläche für den Wind minimal. Auch einen sehr großen Kite können Sie mit wenig Kraft in dieser Position gut halten. Erst wenn der Kite auf „9 Uhr“ oder „10 Uhr“ gefahren wird, entfaltet er seine maximalen Zugkräfte. Wenn ein Kite also auf Gegenwind stößt, wird sein Windwiderstand stark verringert, er wird dann vom umlaufenden Seil über diese Position hinweg gezogen, bis er selber wieder Vortrieb und damit Energie erzeugen kann. Auf einer Strecke mit 24 Fahrzeugen befinden sich in der Regel bis zu 2 Fahrzeuge in einer Gegenwindposition über die sie mit einem möglichst geringen Energieaufwand gezogen werden (siehe auch Grafik unter Punkt 2).

Flugtrichter von Kites bei NTS

Die Energiedrachen werden dynamisch betrieben. Das heißt, sie bewegen sich in durchaus in verschiedene Richtungen und können zeitweilig sogar aufeinander zufliegen, obwohl der Wind im Wesentlichen immer aus einer Richtung kommt. Die Bewegung eines Energiedrachens könnte man beschreiben als zwei zusammengeklebte Schultüten (oder Konen). 
Auch wenn der Wind meistens aus einer Hauptwindrichtung kommt, kann es insbesondere aufgrund von vertikalen oder lokalen Turbulenzen zu Bewegungsänderungen einzelner Kites kommen. Aus diesem Grund werden die Kites in Sicherheitsabständen von 200 m bis 400 m zu einander gefahren. Sollte eine Turbulenz zu einer Bewegungsänderung eines Kites führen und dieser auf einen anderen Kite zu laufen, dann ist dieser Abstand mehr als ausreichend, um in die Steuerung der Kites einzugreifen und dadurch eine Kollision von Seilen oder Kites zu verhindern. Gleiches gilt für die Abstände der gegenüberliegenden Schienen, die in der Ellipse mindestens 200 m bis 250 m betragen (Optimal 800 m).

Flugtrichter von Kites bei NTS

  Nur in der Gegenwindphase „steht“ der Energiedrachen quasi an einer Stelle am in der Leerlaufstellung (geringster Widerstan) und wird von der Powerunit um die Kurve gefahren (geschleppt).

 

Auf einer einfachen Geraden kann immer nur ein einziges (oder entsprechend wenige) Fahrzeug(e) komplett hin und her fahren. Dieses Fahrzeug ist zur Energieerzeugung abzubremsen und am Ende der Strecke zum Stillstand zu bringen. Dann müsste dieses Fahrzeug wieder in die Gegenrichtung beschleunigen bis es wieder abgebremst wird. Um aus einer solchen Anlage ausreichend Energie zu gewinnen, müsste eine solche Strecke sehr lang sein. Die NTS-Lösung, dass die Fahrzeuge „im Kreis“ fahren, ist deutlich effizienter: Auf einer kleineren Strecke können gleichzeitig mehrere Fahrzeuge fahren und es wird vor allem wesentlich kontinuierlicher Energie erzeugt.

Grundsätzlich können die Anlagen natürlich auch auf dem Boden verlegt werden und es ist letztendlich eine Entscheidung des Investors in eine X-Wind Anlage. Empfohlen wird die Bodenverlegung, da sie ressourcenschonender ist. Eine Aufständerung des Schienensystems auf Höhen bis zu 6 m hat aber mehrere Vorteile:

  1. Nutzung der Innenflächen für die Landwirtschaft: Fahrzeuge können unter dem Schienensystem durch fahren (dies könnte aber auch mit einer Untertunnelung erreicht werden).
  2. Sicherheit: Die Aufständerung schützt die Schienenfahrzeuge vor Beschädigungen oder Unfug (der eine oder andere Jugendliche könnte geneigt sein, mal seinen Mut durch einen „Windkraft-Ride“ zu beweisen).
  3. Bessere Startvoraussetzungen: Da die Windgeschwindigkeit mit zunehmender Höhe vom Grund zunimmt, haben die Kites beim Start schon eine gewisse „Grundhöhe“ und sind dadurch schneller und energieeffizienter zu starten. Die Aufständerung ist aber nicht zwingend nötig. Genauso gut können die Schienen auch ebenerdig verlegt werden. Möchte man den Innenraum landwirtschaftlich nutzen, müsste dann die Strecke an einer oder mehrerer Stellen untertunnelt werden.

Im Gegensatz zu den hohen Blattspitzengeschwindigkeiten (bis zu 80m/sec entsprechend ca. 300 Km/h) der Rotorblätter eines herkömmlichen Windkraftgenerators, bewegen sich die Drachen unserer Anlagen relativ langsam (normale Windgeschwindigkeit plus im Wind kreuzen des Drachens). Wir erwarten deshalb keine bis geringe Mortalitätsraten bei Vögeln und Fledermäusen.

Vögel und Fledermaussterben
Es ist aber auch bereits bekannt, das Zugvögel (z.B. Kraniche) herkömmliche Windkraftanlagen schon aus weiter Distanz erkennen und in einem großen Bogen herum fliegen. Beeinträchtigungen von anderen gefährdeten Arten sind mit den jeweiligen Behörden besprochen und werden zunächst beobachtet (z.B. Schreiadler). 
Beeinträchtigungen im Pflanzenbereich sind keine zu erwarten, da die Schattenwirkung der Kites aufgrund ihrer Höhe vernachlässigbar sein dürfte.

Die Bespannung von Hängegleitern, Textilien in der Architektur und Segel können mehr als ein Jahrzehnt halten. Es sind aus der Entwicklung der IPAT / TU Berlin Segel-Windpumpen mit Tuchbespannung bekannt, welche in Afrika fast ein Jahrzehnt im Einsatz waren und danach immer noch intakt sind. Mechanische und thermische Beanspruchungen sowie Feuchte und UV Strahlung bringen Kunststoffe zum Altern. Da X-Winddrachen keine extremen Ansprüche an die aerodynamische Güte stellen, können leichte Deformationen über die Zeit toleriert werden. Beanspruchungsgerechte und schadenstolerante Auslegung, schützende Beschichtungen und definierte Wartungsintervalle werden hier die Materialeffizienz über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg gewährleisten. Quelle: http://www.enerkite.de/FAQ.html

Das ist im Prinzip richtig und sicherlich ein Webfehler des EEG. Man hat offensichtlich nicht mit einer so raschen Wachstumsentwicklung von Erneuerbaren Energiequellen gerechnet und es versäumt, eine entsprechende Speicherkapazität mit zu entwickeln.

Da aber die X-Windtechnologie deutlich bessere Kapazitätsfaktoren als konventionelle Windkraft bzw. Photovoltaikanlagen haben, wird dieses Problem schon einmal gemindert (zur Erläuterung, bei 100% Kapazitätsfaktor wäre keine Speichertechnologie nötig). Die Lösung wäre aus unserer Sicht relativ einfach: 
Die X-Windanlagen verkaufen ihren Strom in das Netz. In Fällen der Überkapazität wird dieser Strom genutzt um Wasserstoff bzw. mit Umwandlung Methan zu erzeugen. Beides kann man in unser bereits vorhandenes Gasnetz mit einer Kapazität von ca. 4 Monaten einspeichern. Siehe hierzu auch eine Computeranimation.

X-wind Energie von NTS ans Stromnetz

 

 

 

          Ihr Blick in die die Landschaft....                           ..... mit X-Wind deutlich freundlicher!